Eindrücke vom Videotreffen der LAG am Dienstag der 27.04.2021

Unser Thema: Aus der Praxis für die Praxis – Wie treffen wir Entscheidungen und wie geht es uns damit? – sowie „eine Vorankündigung“!

Ich hatte mir gewünscht uns“ darüber“ auszutauschen und versuche nun eine Zusammenfassung zu schreiben. Was so nicht stimmt - denn es ist mein Erleben. Und dies nur in Kurzform. Quasi als Einladung zum dabei sein - beim nächsten Mal!

Zu allererst aber mein großes DANKE an Diejenigen in der LAG GeWoRLP e.V. die uns die Möglichkeit bieten uns so zu begegnen! Ich nehme wahr, es braucht noch Unterstützer – von Herzen wünsche ich es mir und versuche dazu beizutragen. Wir sehen uns erneut am Dienstag den 25. Mai ab 17 Uhr und haben uns „zum Austausch“
miteinander verabredet. Gewünschte Themenvorschläge - gerne vorab, sowie Anmeldung bei Gisela Querbach, bzw. über die Homepage unserer LAG GeWoRLP e.V..
Dies ist eine Einladung nicht nur an LAG –Mitglieder – lernen wir uns kennen!

Zuletzt brachte in den Austausch zu unserem Thema Manfred Eberle von der LAWOGE eG aus Landau diesen Link ein Macht, Hierarchien und Privilegien in egalitären Gemeinschaftsprojekten | GEN Deutschland – Netzwerk für Gemeinschaften e. V. (gen-deutschland.de). Passend auch der Hinweis auf Über das Leben in Gemeinschaftsprojekten - bring-together. (bringtogether.de) von Hildegard Luttenberger gewoNR e.V aus Neuwied.

Weitere Teilnehmer:innen - siehe Foto - aus Neuwied sowie Mainz, Koblenz, Bad Neuenahr Ahrweiler sowie Luxembourg (siehe Zusammenfassung vom 26.03.) bereicherten das Gespräch untereinander. Fast alle beteiligten sich mit Wortbeiträgen – was zum Kennenlernen untereinander entscheidend beitrug. Wir starteten - eher zufällig - mit Beiträgen von La Compostella GbR, LAWOGE e.G. und gewoNR e.V. – drei Gruppen welche gemeinsam wohnen. Das Umgehen mit Entscheidungsprozessen wird aus meiner Sicht – neben der Variante mit Eigenkapital oder zur Miete - auch stark beeinflusst vom Stadium der Realisierung des Wohnprojektes. Beispiel dafür kamen in der Bauphase von 49°N Mainz, sowie aus der Planungsphase von ZWEIGe.V. und Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz e.V.

Mich beeindruckten auch die Statemants aus professioneller Sicht aus Landau, Luxembourg und Bad Neuenahr-Ahrweiler. Denn mir wurde klarer, wie ich möglicherweise die Herausforderungen in meiner Bewohnergemeinschaft einordnen kann. Evt. höre ich ja am 25. Mai wie es die weiteren Teilnehmer erlebten.
Von mir „soviel“. Und dann - wegen der Einleitung: willkommen!
Hildegard Luttenberger

 

Nachlese zum Videotreffen der LAG vom 26.03.2021 zum Thema Rechtsformen

Richard Seibel, langjähriger Berater und Begleiter von Wohnprojekten, gab Einblicke in die Frage der Rechtsform.
Allem voran sollte die sich bildende Interessengemeinschaft eines Wohnprojektes zuerst ihre Ziele formulieren ganz unabhängig von der zu wählenden Rechtsform. Möchte man Eigentum, individuelles Eigentum und Gemeinschaftseigentum oder ein Mietprojekt mit Gemeinschaftsräumen oder Mischformen? Diese Fragen helfen Grundaspekte zu Rechtsformen zu beantworten. Deren gibt es so viele wie es Wohnprojektformen gibt: Zwischen der GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) und Co-Living (einem Angebot von Investoren mit full-service) gibt es außerdem die WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft), GmbH, GmbH & Co KG, Stiftungen, Genossenschaften, Miethäusersyndikat und Verein.
Während die GbR die höchste Gestaltungsfreiheit besitzt, einfache steuerliche Aspekte hat, haften die Mitglieder gesamtschuldnerisch und benötigen von daher häufig schon juristische Beratung für ihr Reglement. Dagegen wird die WEG durch eine detaillierte Gesetzgebung geregelt, wobei man durch die Teilungserklärung wiederum Gestaltungsmöglichkeiten hat, die zu nutzen wären. Der Verwaltungsaufwand ist relativ hoch. Auch für die Genossenschaft, die als juristische Person das Eigentumsrecht hat, besteht ein hoher Verwaltungsaufwand und ist durch das Genossenschaftsrecht eingerahmt. Im europäischen Raum ist dies jedoch sehr unterschiedlich. So hat man in Wien damit gute Erfahrungen gemacht, auch in den Niederlanden sowie in Österreich, nur in Deutschland ist es komplizierter und Luxemburg kennt die Genossenschaft gar nicht.
Gut geregelt haben die Handelsgesellschaften die Trennung von Eigentum, Grund und Boden von den Menschen, die dort leben. Auch bei Stiftungen ist die Eigentumsfrage und die Nutzungsfrage getrennt. Der Generationenwechsel ist unkompliziert.
Beim Miethäuser-Syndikat steht die soziale Gemeinschaft im Fokus, Verein und Syndikat gehen zusammen und ein Verkauf ist nicht möglich.
Eine professionelle Projektbegleitung ist wichtig.
Unterstützung in Fragen der Rechtsform kann man von der Stiftung TRIAS erhalten.

Nächstes Videotreffen der LAG : Dienstag der 27.04.2021 um 17:00 Uhr
Thema: Aus der Praxis für die Praxis – Wie treffen wir Entscheidungen und wie geht es uns damit?

 

Der Gemeinschaftsraum in Corona-Zeiten

Wir freuen uns über den Gastbeitrag von Helene Rettenbach und Mathias Sommer. Sie finden ihn hier.

 

Videotreffen der LAG

14 TeilnehmerInnen nutzten am 26. Februar 2021 die Möglichkeit zum Austausch rund um das verbindende Thema - Neues Wohnen!
Auf unseren Wunsch hin berichtete Berit Herger über die Veränderungen in der Beratungsszene in RLP. Sie teilte uns mit, dass sie bedingt durch Umstrukturierungen derzeit zum Ministerium abgeordnet sei und unter der Mailadresse berit.herger@msagd.rlp.de sowie Umleitungen der bisherigen Mailadresse der LZG weiterhin zu erreichen ist. Viele RLP Infos „aus ihrer LZG Zeit“ würden aktuell im Netz „ruhen“ – aber diese Adresse: www.wohnportal-rheinland-pfalz.lzg-rlp.de aktuell noch verfügbar sei. Ende April/Anfang Mai wird der Umstrukturierungsprozess wohl abgeschlossen sein.
Durch die aktive Teilnahme von Herrn Richard Scheibel, Projektberater aus Rollingen, Luxembourg bietet sich die Gelegenheit, beim nächsten Treffen einige Infos zu Rechtsformen zu hören. Auch um darüber in einen Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmern aus verschiedensten Projekten zu kommen.
Gerne können auch Sie sich für das nächste Onlinetreffen am 26. März 2021, 15 Uhr, anmelden. Schreiben Sie an gisela.heimen@gmail.com oder über unsere Homepage lag-gewo-rlp.de und teilen Sie uns weitere Themenwünsche mit.

 

Seminar Videokonferenztools  des Vorstandes der LAG

Der Vorstand der LAG hat zusammen mit interessierten MitarbeiterInnen an zwei Schulungen der Medienanstalt RLP teilgenommen: Jitsi und BigBlueButton. Beide Videokonferenztools sind bestens geeignet (unter Beachtung der DSGVO) Videokonferenzen durchzuführen und sollen dem Zweck der Vernetzung der Wohnprojekte untereinander dienen sowie der Ermöglichung von Online-Seminaren oder Workshops.